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Häutung

Der Procambarus alleni muss sich, wie alle anderen Krebse häuten, um zu wachsen. Das ist jedesmal ein sehr gefährliches Unterfangen, bei dem der Krebs sterben kann. Schon einige Tage vor der Häutung frisst der Krebs weniger und hält sich vorwiegend im Hintergrund (bevorzugt in Höhlen) auf. Wirklich wächst er nur in dem sogenannten Stadium „Butterkrebs“. Das ist die Zeit zwischen dem Abstreifen des alten und Hartwerden des neuen Panzers. Wenn ein Krebs ein Körperteil (z.B. im Kampf) verloren hat, bildet sich dieses unter dem Panzer neu und nach ein bis zwei Häutungen besitzt der Krebs also wieder alle Körperteile. Hat ein Krebs seine Scheren verloren, so sind sie meist vor bei der nächsten Häutung in verkleinerter Form im Bauch/Brust-Bereich des neuen Panzers eingeklappt gewachsen und „entfalten“ sich bei der Häutung. Bei der darauffolgenden Häutung sind sie wieder in normaler Größe vorhanden.

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17.27 Uhr

Der Krebs ist oben an der Verbindung zwischen Rückenschild und Telson (der Panzer am Schwanz) aufgeplatzt. Man sieht schon den neuen Panzer, wo noch eine rosa Stelle zu sehen ist, welche die Voraussetzung für das Wachstum des Krebses liefert. Der Krebs pumpte Wasser in seinen Panzer um ihn so aufzusprengen.

Der Krebs versucht nun zunächst seinen Vorderpanzer samt den Scheren aus dem alten herauszuziehen.

Wenn der Vorderpanzer befreit ist (die Scheren stecken noch), versucht er mithilfe seiner Schreitfüße den neuen Telson herauszuziehen.

Hier noch einmal ein Bild aus einer anderen Perspektive wie er versucht seinen Telson herauszuziehen.

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17.27 Uhr

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17.49 Uhr

Nun kommt die schwierigste Phase: das Herausziehen der Scheren...

...deshalb lässt er sich dafür auch sehr viel Zeit. Trotzdem verlor unser 7-Bein bei dieser Aktion seine beiden Scheren.

Nachdem er das geschafft hat liegt er erst mal geschafft da. Seine Beine kann er noch nicht benutzen. Er wird in diesem Status Butterkrebs genannt.

Nach ca. 10 min. stellt der Krebs dann vorsichtig seine Beine auf. Man sieht aber an der Farbe des Krebses auf diesem Bild, dass er noch garnicht laufen kann, der Panzer ist noch nicht ausgehärtet

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19.04 Uhr

 

19.05 Uhr

Dieser Zeitpunkt ist allerdings der einzigste, wo der Krebs wachsen kann. Sobald der Panzer wieder fest ist, muss der Krebs seine neue Größe bis zur nächsten Häutung behalten..

Als dann nach ca. 60 min. sein Panzer wieder schön blau und so hart, dass er laufen konnte war, macht er seine ersten Gehversuche und versucht so schnell wie möglich in seiner Höhle Schutz vor möglichen Feinden zu finden.

Im Normalfall würde nach einiger Zeit 7-Bein wieder aus der Höhle kommen und seinen Panzer wegen den darin enthaltenen Nährstoffen verspeisen. Doch da er keine Scheren hat, versteckt er sich weiter in seiner Höhle und 8-Bein erscheint...

... und macht sich über 7-Beins Panzer her. 7-Bein befand sich zu dieser Zeit schon im Extra-Aquarium.

Da die Bilder in der Tabelle ziemlich klein sind, haben wir zusätzlich eine Flash-Fotogalerie gemacht, wo alle Bilder noch einmal groß zu sehen sind. Einfach auf das Bild rechts klicken.

Fotogalerie
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Sehr faszinierend ist auch die nähere Betrachtung eines Krebsauges im Verlaufe einer Häutung: Zum Schutz wird es vom Krebs während dem Vorgang des Abstreifen des Vorderpanzers eingezogen. Es ist also praktisch “einklappbar”.

Augen2 Augen3
Augen1 Augen4

Ein wichtiges Merkmal woran man bereits vor der Häutung bemerken kann was passieren wird ist, dass der Krebs extrem wenig frisst und vorwiegend in seiner Höhle bleibt.

Nach der Häutung braucht es noch ein paar Tage, bis der Panzer wieder ganz ausgehärtet ist und der Krebs also bis zur nächsten Häutung aufhört zu wachsen.

-> Der Krebs entzieht seinem alten Panzer vermutlich Nährstoffe. Aus dem selben Grund frisst er auch seinen alten Panzer auf. Das tut er übrigens nicht jedes Mal. Wir haben einige alte Panzer rausgeholt und getrocknet. Sie verlieren allerdings ihre schöne blaue Farbe. Das lässt sich auch nicht in Spiritus konservieren oder durch Lacke. Das Blau bleicht aus.

Die Häutung ist für den Krebs ein lebensgefährliches Unterfangen, da jede Häutung seine letzte sein kann. Entweder bleibt er im Panzer stecken, oder er schafft es , wird aber von einem anderen Krebs angeknabbert = Tod oder aber er überlebt und ist ein ganzes Stück größer als vorher.

Im Übrigen ist es schwer zu sagen in welchen Abständen Krebse sich häuten, da dies je nach Alter unterschiedlich ist. Jüngere Krebse häuten sich öfter.

Hier folgen nun noch einmal Impressionen der Häutung im Großformat.

krebs-mit-Häutung Haeutung

Hier liegt eine Häutung. Deutlich zu sehen: Sogar die Schwimmfüsse bleiben am alten Panzer zurück. Ebenso erkennt man an den fünf paarigen Schwimmfüßen, dass es sich um ein Weibchen handelt.

Bei dieser problemlosen Häutung kommt der frischgehäutete Krebs (rechts, erkennbar an dem dunkleren Blau mit noch zarten rosa Tönen) heraus, um seinen alten Panzer zu fressen. Gleichzeitig will ein Aquariengenosse (links, deutlich hellerer Panzer) das gleiche.

2 Krebse beim Fressen eines Panzers

Hier ein interessantes Experiment:

Wir haben einen frischen Krebspanzer (nur eine Häutung) in die Sonne gelegt. Mit der Zeit begann er sich zu verfärben, von einem kräftigen Blau zu einem kräftigen Orange. Als wir den Panzer in den Eisschrank legten, bildete sich diese Verfärbung wieder ein wenig zurück. Wir vermuten deshalb, dass der Krebspanzer über thermochrome Farben verfügt. Allerdings nur für kurze Zeit. Nach einigen Wochen verblasste die Farbe und der Panzer war nahezu weiß.

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der frische Panzer

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nach 2 Tagen unter Sonnenbestrahlung

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